Wer heute einen Kredit aufnimmt muss kaum Zinsen zahlen, aber die Talsohle ist offenbar noch nicht erreicht. Erste deutsche Banken könnten bald negative Bauzinsen im Angebot haben.

Vorbei die Zeiten in denen man für sein Sparguthaben Zinsen bekam und bei der Aufnahme eines Darlehens ordentlich zahlen musste. Wohl dem, dessen Zinsbindung in naher Zukunft ausläuft und dessen Zins- und Tilgungsplan dann für die Zukunft eine deutlich schnellere Abzahlung der Kredite verheißt.

Tatsächlich wirbt ein Online-Finanzdienstleister aktuell mit Sollzinsen von minus 0,4 %. Wer sich dort 10.000 Euro leiht muss nur 9.958,40 Euro zurückzahlen. Unsere europäischen Nachbarn in Dänemark kennen Negativ-Zinsen schon seit einigen Jahren und haben für Immobilienkredite spezielle Programme.

Deutsche Banken versuchen sich noch von der Nulllinie „fernzuhalten“. Für ein Darlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren zahlt man zur Zeit durchschnittlich 0,75 Prozent Zinsen. Bei vielen Kreditinstituten sind 0,5 Prozent locker drin.

Doch wie kann das überhaupt funktionieren? Welchen Sinn macht dann die Kreditvergabe für die Geldinstitute?

Betriebswirtschaftlich kann es für Banken das kleinere Übel sein Kredite negativ zu verzinsen, wenn man bei anderer Verwendung selbst höhere Strafzinsen zahlen müsste. Wenn Banken zum Beispiel Geld bei der Europäischen Zentralbank parken, müssen sie dafür zur Zeit 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. 

Anhand der Entwicklung von Bundesanleihen und Pfandbriefen lässt sich die künftige Entwicklung der Bauzinsen ableiten. Auch zu welchen Konditionen Kreditinstitute ihre Immobilienkredite refinanzieren können ist daraus zu erkennen. Fakt ist, dass die Euro-Pfandbriefe seit Jahresbeginn einen Absturz erlebt haben und  aktuell im Minusbereich liegen. 

Es bleibt abzuwarten, wie günstig Finanzierungen noch werden und wie lange es so bleibt. Experten gehen allerdings davon aus, dass selbst auf lange Sicht keine Umkehr zu alten Zinssätzen zu erwarten ist. 

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