Der Bau- und Gebäudesektor ist für einen Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich. Maßnahmen zum Energiesparen und im Sinne der Kreislaufwirtschaft sind deshalb in diesem Bereich besonders wirksam. Es gibt bereits Beispiele für effiziente Sanierungen und Neubauten.

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Der Betrieb der Gebäude verursacht in Deutschland etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen werden durch Gebäude verursacht, das berichtet das Umweltbundesamt. Klimaneutralität im Gebäudebestand zu erreichen ist nicht nur ein Ziel, es ist auch eine große Herausforderung, vor der wir alle stehen.

„Bis 2050 sollen laut EU-Kommission sämtliche Gebäude in der EU klimaneutral sein. Für die Immobilienwirtschaft hat dies zur Folge, dass besonders ineffiziente Gebäude, die der Effizienzklasse G angehören bis 2030 renoviert werden müssen“, ergänzt Franziska Okunneck, Referentin für Standortpolitik der IHK zu Lübeck.

Zwei von vielen guten Beispielen: Das geplante Wohnquartier „Zur Alten Täschnerei“ im baden-württembergischen Kuppenheim erreicht durch den effizienten Einsatz von Wärmeenergie aus dem Fluss Murg, die großflächige Nutzung von Solarenergie sowie konsequente Niedrigenergiebauweise einen Energieautarkiegrad von über 70 Prozent. Etwa 143 Wohneinheiten entstehen ab 2023 in dem Ort nahe der französischen Grenze. In Düsseldorf sollen bis 2025 insgesamt rund 8.800 Quadratmeter klimafreundliche Büromietflächen errichtet werden. Das Besondere: Die Energie zum Beheizen und Kühlen des neuen Balanced Office Building BOB in der Airport City steht kostenlos aus regenerativen Quellen zur Verfügung. Über Erdwärme von unten und Photovoltaik auf dem Dach versorgt sich das Gebäude über das Jahr betrachtet zu 100 Prozent mit kostenloser Energie.

Wie die Zukunft moderner Gebäuden aussehen könnte, wird unter anderem an der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich erforscht. Da geht es um innovative Technologien, neue Materialien und wegweisende Systeme. Bereits 2016 feierte das modulare Experimentalgebäude NEST auf dem Campus der Forschungsinstitution Eröffnung. Wer wissen will, was dort aktuell geschieht, kann das Projekt virtuell besichtigen: www.empa-virtual.ch/nest. Die Forschung soll dazu beitragen, dass sich nachhaltige Innovationen im Gebäude- und Energiebereich schneller verbreiten.

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