08. bis 10.06.2022 – Internationales Symposium in Berlin stellt Beispiele guter Praxis im Arbeitsschutz vor – Weniger Arbeitsunfälle im Bausektor sind möglich

Vom 8. bis 10. Juni 2022 findet in Berlin das  internationale Symposium “Wie erreichen wir Vision Zero in der Bauwirtschaft?” statt. Veranstalter ist die Sektion für Prävention in der Bauwirtschaft der Internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS). 

Es werden international renommierte Fachleute für Arbeitsschutz sowie aus Wirtschaft, Behörden und Forschung erwartet. Das Programm umfasst Themen wie digitale Lösungen im Arbeitsschutz, den Einsatz von Robotern für Sicherheit und Gesundheit, Management und Motivation sowie COVID-19-Infektionen bei Beschäftigen in Bauunternehmen. ( Programm)

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Hintergrund

Weltweit ist das Unfallrisiko in der Baubranche deutlich höher als im Durchschnitt aller Branchen. Dem Bausektor kommt daher eine zentrale Rolle zu, um das Ziel einer Welt ohne schwere oder tödliche Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu erreichen. Darauf weisen die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) vor dem Hintergrund der deutschen G7-Präsidentschaft hin. Arbeitsschutz ist eines der Themen, über das sich die G7-Mitglieder in diesem Jahr austauschen wollen. Dabei sollen auch die Herausforderungen angegangen werden, die durch den Klimawandel für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz entstehen. Wie Verbesserungen im Bausektor erreicht werden können, ist Thema eines Arbeitsschutz-Symposiums, das die Sektion für Prävention in der Bauwirtschaft der Internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS) vom 8. bis 10. Juni 2022 in Berlin veranstaltet. 

Gesunde und sichere Arbeitsbedingungen tragen maßgeblich dazu bei, die Arbeitsfähigkeit und Produktivität von Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. “Das haben inzwischen über 100 Länder weltweit erkannt und daher die Präventionsstrategie Vision Zero zum Bestandteil ihrer Arbeitsschutzpolitik gemacht”, sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy. Die Vision Zero stehe dabei für einen Ansatz, der Sicherheit und Gesundheit der arbeitenden Menschen Vorrang bei allen Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen einräume. “Auch die gesetzliche Unfallversicherung hat die Vision Zero in ihre Präventionsarbeit integriert.” 

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“Für die Bauwirtschaft ist die Vision Zero eine Chance, aber auch eine Herausforderung”, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der BG BAU, Michael Kirsch. In Deutschland sei das Arbeitsunfallrisiko in der Baubranche zwar gesunken, “es ist aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen.” So führten zum Beispiel Absturzunfälle immer wieder zu schweren oder tödlichen Verletzungen. Hinzu kämen Gesundheitsgefahren durch Gefahrstoffe wie Asbest, schweres Heben und Tragen und UV-Strahlung. “Ein wachsendes Problem ist die Erderwärmung und die damit zunehmende Zahl sehr heißer Tage. Hitze bei der Arbeit kann der Gesundheit schaden, sie macht aber auch müde und das lässt das Unfallrisiko steigen. Hinzu kommen Schädigungen der Haut durch UV-Strahlung. Diese können langfristig zu Hautkrebs führen.” 

Die Herausforderungen sind groß. Dennoch ist der Arbeitsschutzexperte und Präsident der IVSS-Sektion Bauwirtschaft, Professor Karl-Heinz Noetel, optimistisch, dass sie zu bewältigen sind. “Rund um den Globus zeigen Unternehmen, dass Fortschritte möglich sind. Ihnen ist es gelungen, Verletzungs- und Erkrankungsrisiken mit Hilfe von Innovationen und der Vision-Zero-Strategie deutlich zu verringern.” Roboter und Drohnen übernähmen zum Beispiel zunehmend gefährliche Arbeiten. “Als entscheidender Faktor hat sich jedoch immer wieder die Unternehmenskultur erwiesen. Gute Führung, Beteiligung und Kommunikation sind der Schlüssel, um die Arbeit für die Beschäftigten sicher und gesund zu machen. Beispiele, wie das gelingen kann, werden beim Symposium der IVSS-Sektion vorgestellt.”

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (sw)

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