• Aktuelle Finanzierungen sind auch wegen des noch niedrigen Zinsniveaus nicht gefährdet 
  • Tragfähige Finanzierungen auch ohne Förderung gut machbar 
  • Wegfall von BEG- und KFW 55-Förderung konterkariert Neubaupläne der Regierung

Die Meldung kam unerwartet: Der Stopp der Förderung des KfW Effizienzhauses 55 im Neubau zum 1. Februar war bereits bekannt, etliche Kundinnen und Kunden hatten sich darauf eingestellt. Dass nun die Bundesförderung für effiziente Gebäude insgesamt vorläufig eingestellt wird, ist für sehr viele Bauleute und Sanierer eine Herausforderung. Die Politik muss Hürden für den Bau und Erwerb von Immobilien senken und damit Zugang zum Eigenheim als Baustein der Altersvorsorge ermöglichen.

Bildquelle: fotolila – © Wolfilser

Für Immobilienkäuferinnen und Immobilienkäufer war die Nachricht am Montag ein ziemlicher Schock: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stoppt mit sofortiger Wirkung die Bewilligung von Anträgen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Das bedeutet nicht nur das bereits angekündigte Aus der Neubauförderung des Effizienzhauses 55 (EH55), sondern auch des EH40 und die Energetische Sanierung. Grund dafür ist die Antragsflut der zurückliegenden Monate, die das bereit gestellte Fördervolumen von fünf Milliarden Euro überstiegen. Allein im Zeitraum November 2021 bis heute sind bei der KfW Anträge in Höhe von über 20 Milliarden Euro Fördervolumen eingegangen. 

Der vorläufige Wegfall der Förderung und die Einstellung des Programms KfW55 zeigt ein politisches Dilemma. Einerseits muss zum Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele noch besser saniert werden. Das treibt aber die ohnehin hohen Immobilienkosten zusätzlich in die Höhe. Andererseits will die Regierung mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, dafür jährlich 400.000 Wohnungen bauen und dadurch auch die private Altersvorsorge verbessern.

Aktuelle Finanzierungen kaum gefährdet

Laut Interhyp ist das Gros der Finanzierungen nicht gefährdet, bei einigen wenigen könnte es aber nun zu Engpässen kommen. Bei Interhyp nutzt ein eher kleiner Teil der Kunden die Kredit-Programme. Viele Kunden nutzen aber zusätzlich die Zuschussprogramme und haben diese beispielsweise für eine Sonderzahlung eingeplant. Die Direktzuschüsse lagen zwischen 18.000 und 24.000 Euro. Dieser Plan geht jetzt nicht mehr auf. Dennoch wissen Interhyp-Berater: Wenn eine Finanzierung mit KfW-Programm leistbar war, ist sie es in der Regel auch ohne. Man rät grundsätzlich, nicht nur wegen der Förderung etwas zu finanzieren, es wird sogar abgeraten den Immobilienkauf abzuwickeln, ohne eine tragfähige Finanzierung zu haben. Da die Zinsen aktuell immer noch auf niedrigem Niveau liegen, sind viele Finanzierungen aber weiterhin gut machbar.

Laut Interhyp versuchen Banken nun, für die Kunden, deren Finanzierungsanträge sie begleiten wollen, eine Finanzierungslösung zu finden. Wer in seinen Finanzierungsüberlegungen noch nicht so weit gekommen ist, hat im Moment in puncto Förderungen keine Sicherheit mehr.

Quelle: Interhyp (auszugsweise)

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