Zum Start der Heizperiode steigen die Energiepreise für Verbraucher in diesem Jahr kräftig an. Um den eigenen Verbrauch und die Kosten im Blick zu behalten, sollten Bewohner daher bewusst heizen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Noch bleiben zu viele Einsparpotenziale auf der Strecke. Und weiter: Während die älteren Jahrgänge sparsamer sind, verhalten sich nur wenige der Generation “Fridays for Future” energiebewusst.

Die Preise für Energie entwickeln sich aktuell nur in eine Richtung – nach oben. Dazu trägt auch der CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne bei, der seit Anfang des Jahres das Heizen der eigenen Wohnung zusätzlich verteuert. Für eine durchschnittliche Wohnung von 71 qm entstehen so im ersten Jahr Zusatzkosten von 49 bis 107 Euro. Daher gilt die Devise: Bewusst heizen, damit Kosten, Energieverbrauch und CO2-Ausstoß heruntergeschraubt werden. Eine Umfrage des Immobiliendienstleisters ista mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov zeigt: Bewohner lassen viele Einsparpotenziale noch ungenutzt. Bereits mit einfachen Mitteln können Verbraucher teure Energie sparen. Bis zu 20 Prozent Einsparungen sind allein durch Verhaltensoptimierung möglich.

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Energieverbrauch durch bewusstes Heizen reduzieren

Darauf deutet auch die Studie hin. Demnach achten nur knapp über 50 Prozent der Deutschen darauf, dass keine Vorhänge oder Möbel vor der Heizung platziert sind. Dabei verhindern Gegenstände vor den Heizkörpern, dass die Luft zirkulieren kann. Die Wärme kann sich somit nicht im Raum verteilen und dieser heizt sich schlechter auf. Der gleiche Effekt zeigt sich, wenn Wäsche auf der Heizung getrocknet wird. Nur jeder Dritte (37 Prozent) gab an, dies nicht zu tun. Zudem erhöht das Trocknen der nassen Kleidung auf dem Heizkörper die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Beim Lüften hingegen achtet die Mehrheit der Deutschen (59 Prozent) bereits heute darauf, Energie zu sparen, indem sie Stoß- anstatt Kipplüften. Gespart wird auch bei der Raumtemperatur. So senken 60 Prozent der Deutschen die Temperatur in Räumen, in denen sie sich nicht so häufig aufhalten – beispielsweise im Schlafzimmer. Damit sind enorme Einsparungen möglich: Die Reduktion der Raumtemperatur um ein Grad spart rund sechs Prozent Energie ein. 

Nur wenige der Generation “Fridays for Future” energiebewusst

Deutliche Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen, die den Schluss nahelegen: Je älter die Befragten, desto eher kennen sie die gängigen Energiespartipps und setzen diese um. So passen beispielsweise Dreiviertel (74 Prozent) der über 54-Jährigen die Raumtemperatur an; bei den 18- bis 24-Jährigen sind es lediglich gut ein Drittel (34 Prozent). Stoß- statt Kipplüften – das beachten 71 Prozent der ältesten Befragten, jedoch nur 25 Prozent der jüngsten. Den Tipp, Möbel oder Vorhänge nicht vor der Heizung zu platzieren, wenden 62 Prozent der über 54-Jährigen an – und 33 Prozent der 18- bis 24-Jährigen. 

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Verbraucher wünschen sich Angabe der Kilowattstunden und Schätzung der Kosten

Die Ergebnisse zeigen: Verbraucher können durch kleine Veränderungen in ihren Heizgewohnheiten viel Energie einsparen. Ein Prozess, bei dem Bewohner unterstützt werden müssen. Die Studie “Bewusst heizen, Kosten sparen” der Deutschen Energie-Agentur (DENA) zeigt, dass eine regelmäßige Transparenz über den eigenen Verbrauch hierbei helfen kann. Dafür präferieren mehr als ein Drittel der Deutschen (38 Prozent) eine Darstellung des Energieverbrauchs in Kilowattstunden. Immerhin fast jeder Vierte (24 Prozent) würde sich durch eine Schätzung der Kosten zum Energiesparen motivieren lassen. Eine Information über die erzeugten CO2-Emissionen halten hingegen nur 14 Prozent für hilfreich. 

Insgesamt setzt eine regelmäßige Verbrauchsinformation einen Anreiz, sich mit dem Energieverbrauch auseinanderzusetzten. So kann der eigene CO2-Fußabdruck ermittelt werden und man erkennt die persönlichen Stellschrauben, um den CO2-Verbrauch künftig zu reduzieren.

Hinweise zur Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2065 Personen zwischen dem 12. und 14.10.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. 

Quelle: ista (sw)

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