Die eigenen vier Wände vor einem Einbruch schützen ist zu jeder Jahreszeit wichtig, doch besonders während der Ferien sind viele Eigentümer wegen der langen Abwesenheitszeiten unsicher: Wie schütze ich mein Eigenheim richtig? Welche Maßnahmen empfiehlt die Polizei? Wie kann ich mit einfachen Mitteln das Risiko für einen Einbruch vermindern? Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen, die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit Förderprogrammen rund um den Einbruchsschutz sowie die Polizei-Beratung haben wichtige Infos für den Einbruchsschutz in der Urlaubszeit.

Mehr Infos zur K-Einbruch-Initiative der Polizei: https://www.k-einbruch.de/

Urlaubszeit: Wann kommen die Einbrecher bevorzugt?

Der Einbrecher, der nachts ums Haus schleicht, ist ein Horrorszenario, doch die Polizei-Beratung warnt: Rund ein Drittel aller Einbrüche passieren tagsüber – dann, wenn die meisten auf der Arbeit sind, beim Einkaufen oder beim Sport und die Kinder in der Schule. Besonders verbreitet ist dieses Vorgehen in der Großstadt. Häufig steigen Einbrecher zum frühen Abend und an den Wochenenden ein. Dennoch gilt: Die Hochzeit für Einbrüche ist die dunkle Jahreszeit und nicht die Urlaubszeit im Sommer.

Anti-Einbruch-Tipps von Kriminalhauptkommissar Michael Fritsch: https://www.waz-online.de/Nachrichten/Wissen/Einbruchschutz-Urlaub-Checkliste-vor-den-Ferien

6 Tipps Einbruchsschutz fürs Eigenheim

Die Polizei-Beratung, das LKA Sachsen und weitere Experten haben einige Tipps, die dabei helfen können, das Risiko für einen Einbruch während der Urlaubszeit zu verringern:

1. Abwesenheit nicht ankündigen

Die Familie oder vertraute Nachbarn sollten über Ihren Urlaub Bescheid wissen, um ein Auge auf Haus oder Wohnung zu haben. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder im WhatsApp-Status sollte der bevorstehende Urlaub (und natürlich auch während des Urlaubs) lieber nicht gepostet werden. Da die Einstellungen zum Schutz der persönlichen Daten bei vielen Apps aktiv vorgenommen und beispielsweise auf Freunde oder eine bestimmte Personenliste beschränkt werden müssen, lauern hier potenzielle Fehlerquellen. Dies gilt für alle Familienmitglieder – auch Kinder und Jugendliche mit Zugang zum Internet sollten auf die Gefahren hingewiesen werden. Nach dem Urlaub können die Fotos dann hochgeladen werden. Übrigens: Auch auf dem Anrufbeantworter sollte kein Hinweis auf die Abwesenheit wegen Urlaubs zu finden sein, warnt das LKA Sachse.

2. Anwesenheit vortäuschen

Einbrecher vermeiden im Allgemeinen den direkten Kontakt mit Hauseigentümern beim Einbruch, das heißt, sie wählen Objekte aus, die unbewohnt erscheinen. Sie achten dabei auf Kleinigkeiten wie ein länger nicht gemähter Rasen oder Rollos, die über mehrere Tage geschlossen sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor allem bei längerer Abwesenheit vertraute Personen darum zu bitten, beispielsweise die Zeitung oder die Post reinzuholen, den Vorgarten in Ordnung zu halten und Ähnliches. Das LKA Sachsen empfiehlt: Freunde und Familie können in unregelmäßigen Abständen den Fernseher oder das Radio laufen lassen, Rollos hoch und runter lassen, ein Licht anmachen oder wieder ausschalten, sodass der Eindruck entsteht, es wäre jemand zu Hause.

3. Klingel abstellen

Einfach und wirkungsvoll: Die Klingel sollte bei längerer Abwesenheit ausgestellt werden. Einbrecher testen, ob jemand zu Hause ist unter anderem dadurch, dass sie klingeln – wenn keiner öffnet, ist vermutlich auch niemand da. Klingelt es jedoch gar nicht erst, funktioniert diese Überprüfungsmethode nicht.

4. Fenster & Türen verschließen

Egal, ob man nur für eine Nacht ins Hotel geht oder zwei Wochen nach Rhodos fliegt – Fenster und Türen sollten verschlossen werden! Eine „nur ins Schloss gezogene“ Tür vom Haupt- oder Seiteneingang erleichtert den Einbrechern das Einsteigen. Des Weiteren sollte kein Fenster „auf kipp“ bleiben, denn für ungebetene Gäste sind diese Fenster kein Hindernis. Dies gilt übrigens auch für Garagen und Schuppen: Hier können sonst Werkzeuge entwendet oder sogar direkt für den Einbruch genutzt werden.

5. Einstiegshilfen beseitigen

Gartenmöbel, Leitern, Mülltonnen oder andere Objekte im Garten können von den Einbrechern genutzt werden, um sich den Einstieg auch in höher liegende Fenster zu erleichtern. Aus diesem Grund sollten diese Gegenstände in die verschlossene Garage oder ein verschließbares Gartenhäuschen gebracht oder angekettet (beispielsweise bei Mülltonnen) werden.

6. Licht gegen Einbrecher

Um es Einbrechern so schwer wie möglich zu machen, sollten die sensiblen Bereiche ums Haus, wie Eingangstüren, beleuchtet werden – so können Nachbarn eventuell sehen, wenn sich jemand länger an einer Tür zu schaffen macht.

Ferienzeit: Einbruchsschutz & Sicherheit

Das LKA Sachsen empfiehlt eine Hausratversicherung, die auch im Falle eines Einbruchs greift. Sie gleicht zumindest den finanziellen Schaden aus, der durch einen Einbruch in der Urlaubszeit eintreten kann. Infos hierzu gibt es bei den Versicherungen oder der Verbraucherschutzzentrale. Auch kann der richtige Einbruchsschutz mit mechanischer oder elektronischer Sicherungstechnik das Eigentum gegen Einbruch sichern.

  • Hausratversicherung
  • Mechanische Sicherung
  • Elektronische Systeme

„Interaktives Haus“ der KfW: Sicherheitstipps – Gefahrenquellen erkennen: https://www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/interaktives-haus/

Eigenheim sichern: KfW-Förderung für Einbruchsschutz

Wer sich gegen Einbruch im Eigenheim sichern möchte, kann bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) einen Zuschuss von bis zu 1600 Euro beantragen. Besonders häufig gefördert werden einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren oder deren Nachrüstung sowie Systeme zum Einbruchsschutz bei Fenstern. Die mechanische Einbruchsicherung steht bei der KfW an erster Stelle – hier kommt es vor allem auf geprüfte und zertifizierte Produkte an. Als Plus können zudem elektronische Systeme zum Einsatz kommen, wie Einbruchmeldeanlagen. Die Polizei empfiehlt hier besonders eine Kombinationslösung aus mechanischen Systemen und einer Gefahrenwarnanlage mit Einbruchmeldefunktion. Die KfW-Förderung lässt sich mit verschiedenen weiteren Förderungen in Sachen energieeffizientes Bauen und Sanieren kombinieren. Wie gut der Einbruchsschutz eines Eigenheimes ist, kann durch das K-Einbruch-Level der KfW erkannt werden, das auf den Empfehlungen der Polizei basiert.

Mehr Infos zur KfW-Förderung für Einbruchsicherheit: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Pressematerial/Themen-kompakt/Einbruchschutz/

Welches K-Einbruch-Sicherheitslevel hat mein Eigenheim? Hier gibt’s mehr Infos: https://www.k-einbruch.de/aktuelles/detailansicht/k-einbruch-level-bietet-sicherheit/

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist s008_OC-Owners-Club_Cover-dreier.png
Schreibe eine Beschriftung…

Owners Club – Der erste deutsche Immobilclub Dein Weg zu Immobilien, Eigentum und Wohlstand Wenn du keine Infos zu Investments und Lifestyle mehr verpassen möchtest, melde ich einfach kostenfrei hier zum Immobilclub an und erhalte regelmäßig unser Lifestylemagazin: https://www.oc-magazin.de/owners-club/

Immobilienunternehmer informieren sich hier: https://www.immoexpansion.de

Bildquelle: AdobeStock_133211673

Total
7
Shares

Schreibe einen Kommentar