Das eigene Haus ist nicht nur ein einfaches Haus, es ist ein Zuhause. Und das im besten Falle ein Leben lang. Im fortschreitenden Alter ändern sich die Bedürfnisse beim Thema Wohnen jedoch. Was in jungen Jahren noch als stilvoll oder praktisch angesehen wurde, kann im Alter teilweise nicht mehr allein bewältigt werden. Ein altersgerechter Umbau der eigenen vier Wände ist die Lösung, kann jedoch teuer sein. Zum Glück gibt es dafür Fördermöglichkeiten.

Altersgerechtes Umbauen für eine höhere Lebensqualität

Das Altern und die damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen kann niemand gänzlich aufhalten. Es ist ungewohnt, wenn im Laufe der Zeit bestimmte Bewegungen oder Handlungen schwieriger zu bewältigen sind als in jungen Jahren. Anstatt sich diesem natürlichen Lauf gedanklich entgegenzustellen, sollte lieber vorausschauend überlegt werden, wie im fortgeschrittenen Alter die Einschränkungen bestmöglich ausgeglichen werden können. 

Damit die eigene Lebensqualität nicht leidet, bietet es sich an, bestimmte Maßnahmen zur Erleichterung des Lebens im Alter zu ergreifen. Entsprechende Hilfsmittel und auch ein altersgerechter Umbau der eigenen Immobilie machen es möglich, diesen Lebensabschnitt in vollen Zügen und vor allem selbstständig genießen zu können. 

Genau wie bei der Planung der gewünschten Umbaumaßnahmen sollte auch bei der dazugehörigen Finanzierungsplanung ein entsprechender Experte zurate gezogen werden.

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Altersgerecht umbauen – auf die individuellen Wünsche kommt es an

Die eigenen vier Wände altersgerecht umzubauen hilft, auch im höheren Alter die gewohnte und lieb gewonnene Umgebung weiterhin zu bewohnen. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, die das Leben und die täglichen Abläufe erleichtern. Die durchzuführenden Baumaßnahmen hängen zum einen von den individuellen Wünschen und zum anderen von den baulichen Gegebenheiten sowie dem zur Verfügung stehenden Budget ab. 

Mit der passenden Förderung für bestimmte Maßnahmen kann Letzteres deutlich erhöht werden. Die Anforderungen an einen altersgerechten Umbau können sich dabei im individuellen Fall immer unterscheiden. Wer nicht mehr gut laufen kann, hat andere Herausforderungen als jemand, dessen Seh- oder Hörsinn nicht mehr richtig funktioniert. Daher sollte immer individuell beleuchtet werden, welche Alltagshilfen wirklich sinnvoll sind und zum gewünschten Ziel führen: den Bewohnern möglichst lange Halt, Sicherheit und Beständigkeit im eigenen Zuhause zu ermöglichen. 

Welche Umbaumaßnahmen sind im Alter sinnvoll und möglich?

Neben der Analyse der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Einschränkungen der Bewohner muss auch das Gebäude selbst ausführlich überprüft werden. Nicht jede Immobilie eignet sich aufgrund der Bausubstanz für alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen, dennoch lassen sich meist einige Erleichterungen umsetzen. 

Wenn die Gehfähigkeiten nachlassen und Treppen sowie Eingänge zu Hindernissen werden, bietet es sich an, dass Treppenhaus umzubauen und entweder einen Fahrstuhl oder einen Lift zu installieren. Auch eine Rampe im Eingangsbereich erleichtert die Zugänglichkeit, sobald ein Rollator oder eine sonstige Gehhilfe erforderlich wird. Im Badezimmer ist Ebenerdigkeit ebenso von Vorteil. Im Zuge dessen sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Räume nicht vollgestellt sind, um den Durchgang mit Gehhilfen zu erleichtern. Darüber hinaus bietet es sich an, Griffe zum Abstützen anzubringen und erleichternde Hilfsmittel wie elektrische Fensteröffner zu installieren. 

Mögliche Umbaumaßnahmen für ein altersgerechtes Wohnen sind zusammengefasst: 

  • Verbreiterung von Türzargen, um mit einem Rollstuhl hindurch zu passen
  • Anbringung eines Treppenlifts zum Erreichen höher gelegener Etagen
  • Barrierefreier Umbau des Badezimmers
  • Zusammenlegung kleiner Räume, um die Bewegungsflächen zu erweitern

Was kostet ein altersgerechter Umbau?

Im Zuge der Planung eines altersgerechten Umbaus der eigenen Immobilie stellt sich die Frage nach den Kosten. Eine allgemeine Antwort kann es allerdings nicht geben. Die Gesamtkosten eines Bauvorhabens richten sich nach unterschiedlichsten Faktoren und sind daher immer individuell zu betrachten. Zu den wichtigsten Punkten zählen dabei: 

  • Wie ist der Grundzustand der umzubauenden Immobilie?
  • Welche Maßnahmen zum altersgerechten Umbau sollen durchgeführt werden?
  • Welcher zusätzliche Aufwand muss zur Realisierung der Umbaumaßnahmen betrieben werden?

Wer beispielsweise lediglich ein paar kleinere Anpassungen im Badezimmer wie den Einbau eines Klappsitzes zum Duschen oder die Anbringung von Haltegriffen in der Badewanne plant, auf den kommen nur relativ geringe Kosten zu. Müssen dagegen große bauliche Veränderungen, beispielsweise der Einbau eines Fahrstuhls oder die Verlegung von Wänden durchgeführt werden, um das Haus altersgerecht gestalten zu können, ist dafür ein wesentlich höherer Finanzbedarf einzuplanen. 

Um sich im undurchsichtig erscheinenden Dschungel der verschiedensten Förderungsmöglichkeiten zurecht zu finden, ist ein verlässlicher und kompetenter Partner an der Seite unabdingbar.

Welche Fördermöglichkeiten für einen altersgerechten Umbau gibt es?

Die Realisierbarkeit der geplanten Umbaumaßnahmen hängt immer von der Größe des eigenen Budgets ab. Um dieses zu erweitern und damit auch im vorangeschrittenen Alter das Bewohnen der eigenen Immobilie zu ermöglichen, können entsprechende Fördermittel genutzt werden. 

Je nach Bundesland stehen hierfür unterschiedlichste Fördermittel bereit, die sich nach individuellen Vergaberichtlinien richten. In jedem Fall kann aber auch auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgegriffen werden, die bundesweit Fördermittel bereitstellt. Die maßgeblichen Förderprogramme der KfW hierfür sind: 

  • Programm 159 “Altersgerecht Umbauen – Kredit”
  • Programm 455-B “Altersgerecht Umbauen
  • Investitionszuschuss – Barrierereduzierung”

Beide Programme können unabhängig von der körperlichen Verfassung und dem Alter des Beantragenden genutzt werden. Die einzelnen Kriterien und Einzelheiten dieser Förderprogramme sind in den entsprechenden Merkblättern der KfW zusammengefasst. Die wichtigsten Maßnahmen, welche mit den KfW-Förderprogrammen unterstützt werden können, sind: 

  • Umbauten von Wegen zu Gebäuden und Maßnahmen im Wohnumfeld
  • Umbaumaßnahmen im Eingangsbereich und dem Wohnungszugang
  • Abbau von Schwellen und Hilfe zur Überwindung von Treppen und Stufen – Änderung der Raumaufteilung in der Immobilie
  • Maßnahmen in Sanitärräumen und Badumbauten
  • Hilfsmittel und Maßnahmen zur Unterstützung im Alltag, bei der Orientierung und der Kommunikation
  • Errichtung von Gemeinschaftsräumen und Förderung von Mehrgenerationenwohnen
  • Umbau zum “Standard Altersgerechtes Haus” (Maßnahmenpaket der KfW)

Ganz gleich, für welche Maßnahmen die Förderung beantragt werden soll, als Privatperson ist es unmöglich, diese allein zu beantragen. Die Antragsstellung muss immer über eine Bank oder einen qualifizierten Kreditvermittler erfolgen. Da neben der eigentlichen Förderung oft noch zusätzlicher Finanzbedarf für die Realisierung des Umbauprojekts besteht, sind Kreditvermittler hierbei die bessere Wahl. Während Banken nur die eigenen Produkte an die Kunden bringen möchten, können unabhängige Kreditvermittler aus einem großen Pool unterschiedlichster Finanzierungsangebote das Beste für den Kunden heraussuchen. 

Wie hoch ist die Förderung der KfW für altersgerechtes Umbauen?

Mit den Fördermitteln der KfW kann nicht der komplette altersgerechte Umbau bezahlt werden. Allerdings unterstützt die KfW solche Vorhaben mit nicht unerheblichen Summen, wodurch sich der eigene finanzielle Spielraum erweitern lässt. Je nach Förderprogramm sind dies: 

  • KfW 455 B – Investitionszuschuss “Altersgerecht Umbauen”
  • Maßnahmen zur Errichtung des “Standard Altersgerechtes Haus”: 12,5 % der förderfähigen Kosten, maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit
  • Einzelmaßnahmen zum Abbau von Barrieren: 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW 159 – Kredit “Altersgerecht Umbauen”
  • Maximale Finanzierungssumme: 50.000 Euro
  • Effektiver Jahreszins p. a.: 0,78 %
  • Zinsbindung: 5 – 10 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: bis zu 10 Jahren

Beide Förderprogramme sind miteinander kombinierbar. Mit dem zinsvergünstigten Kredit der KfW können also Zinskosten gegenüber herkömmlichen Bankkrediten gespart werden – der Investitionszuschuss erweitert den finanziellen Spielraum ohne Rückzahlungsverpflichtung. 

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Um die Fördermittel zum altersgerechten Umbau der eigenen Immobilie zu beantragen, sollte ein entsprechend qualifizierter Experte zurate gezogen werden.

Vor allem dann, wenn die eigenen Ersparnisse nicht zur Finanzierung ausreichen, kann es sinnvoll sein, nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen.

Quelle: KVB Finanz GmbH (sw)

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