Eine Mischung aus Mini-Zuhause, Gartenhütte und Wohnwagen beschreibt ziemlich genau den neuesten Trend aus den USA – Während viele immer größer und höher bauen wollte, finden sich heute immer mehr Anhänger für „klein und fein“.

Ein geschützter Begriff ist „Tiny-House“ nicht und so kann das kleine Haus viele Gesichter haben.  Doch was sind die Gründe, sich so zu begrenzen. Natürlich benötigt so ein Heim nur wenig Grundstückfläche, auch die Investitionskosten sind überschaubar. Viele der Häuser sind Trailer und somit mobil wie ein klassischer Wohnwagen.

Eine genaue Größenangabe kann man nicht machen, denn was klein ist bestimmt jeder selbst. Auch die Nutzungsart kann sehr unterschiedlich sein. Ob Gästehaus im Garten, Zusatzkinderzimmer, Urlaubsmobil oder ruhiges Arbeitszimmer, alles ist möglich.

Bildquelle: fotolia © lowphoto

In Zeiten in denen immer mehr Singlehaushalte entstehen, der Wohnraum knapp ist und gerade alternative, ressourcenschonende, minimalistische Lebenskonzepte immer mehr Anhänger finden, ist das Tiny House eine überdenkenswerte Alternative zu manchem Zimmer in der Stadt oder Mico-Appartement.

Viele der Häuschen sind zudem so ausgestattet, dass die Bewohner theoretisch auch autark leben könnten. Sie besitzen eine eigene Strom-und Wärmegewinnung über Solar, habe eine Regenwasser-Auffanganlage oder Bio-Toilette. Denn auch der Wunsch nach Downsizing, nach einem Leben ohne Überfluss, spielt bei vielen Minihaus-Anhängern eine Rolle. Die Reduktion von Wohnraum und Besitz verbunden mit dem Wunsch sich in ein ruhigeren Leben zurückzuziehen und naturverbundener zu wohnen, können Gründe sein, in ein Tiny-House einzuziehen.

Inzwischen gibt es einige deutsch Anbieter. Dazu gehören

Geübte Handwerker können ihr „Traum-Häuschen“ sogar selber bauen.Der Bau erfolgt in drei Schritten: Rahmenkonstruktion – Rohbau – InnenausbauInformieren und mit Bauplänen versorgen kann mich sich auf verschiedene Plattformen. Hier werden auch Kurse und Workshops angeboten.

Baupläne gibt es zum Beispiel auf:

Wer das Gebäude nicht als Wohnwagen, sondern als festen Wohnsitz nutzen möchte, sollte zunächst prüfen, ob die bestehenden Bebauungspläne der zuständigen Gemeinde die Platzierung der neuartigen Häuser zulassen.

Die Frage nach den Kosten ist wie immer nicht pauschal zu beantworten. Je nach Größe und Eigenleistung und natürlich Ausstattung liegen die mittleren Kosten bei einem Quadratmeterpreis von ca. 2.000 Euro. Nicht ganz billig, aber über die geringe Gesamtquadratmeterzahl von zum Beispiel 15 qm kommt man doch auf einen ansehnlich kleinen Hauspreis von ca. 30.000 Euro.

Wer diese Art des Wohnens einmal testen möchte, kann dies ganz einfach auf Zeit tun. Wie wäre es mit einem Urlaub im Tiny House.Auf der Website www.tiny-houses.de finden sich eine umfangreiche Tipps für die nächste Übernachtung im Minihaus.

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