Wabi-Sabi – die zwei aneinandergereihten Wörter gehen rund und geschmeidig über die Lippen und erinnern vom Klang her eher an eine fernöstliche Speise, wie man sie in einigen Rezeptbüchern vorfindet. Wem nun zu Beginn dieses Beitrages schon das Wasser im Mund zusammenläuft, der sollte seinen Appetit lieber wieder ein wenig zügeln. Zwar war die fernöstliche Zuteilung nicht wirklich verfehlt, jedoch handelt es sich hier eher um einen Leckerbissen, der sich in der Rubrik „Design-Schmankerl“ zuordnen lässt.

Was in Japan bereits seit Jahrhunderten für einen ansehnlichen und stimmigen Wohnflair sorgt, wird nun auch in unserer Region immer beliebter. Vor allem die Liebe zum Einfachen scheint momentan den Nerv der Zeit zu treffen und sorgt dafür, dass der Wabi-Sabi- Wohntrend immer präsenter wird.

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Wabi-Sabi – ein Hauch Buddhismus im Eigenheim

Spaltet man das Wort Wabi-Sabi in seine zwei Wortbestandteile auf und betrachtet diese näher, wird man beim herumblättern im Japanisch-Wörterbuch feststellen, dass das ansonsten so sanft, liebevoll und harmonisch klingende Wortpaar eigentlich eine ganzandere Bedeutung hat. „Wabi“ bedeutete einst übersetzt so viel wie „traurig“ und das Wort„Sabi“ lässt sich mit „alt sein“ übertragen.

Auch wenn die ursprüngliche Übersetzungsart eine eher getrübte Stimmungslage vermittelt, so sollte man den Wabi-Sabi-Wohntrend nun nicht direkt gedanklich in die Trauerschublade stecken. Vielmehr geht es darum über den Tellerrand dieser Übersetzung zu blicken und diese Auslegung auf das Eigenheim zu projizieren.

Es geht darum, dass man die Liebe zur Einfachheit wiedererlangt. Es muss nicht immer glänzender Schmuck und Prunk sein, um ein liebevolles Zuhause zu gestalten. Der Wabi-Sabi- Wohntrend offenbart, dass auch alte und abgenutzte Gegenstände etwas wunderbares und wertvolles beinhalten können. Wabi-Sabi ist eine sehr erfrischende und spirituelle Wohngestaltung, da man sehr schnell erkennt, dass auch simple und bodenständige Dinge wertgeschätzt werden sollten. Viele solcher Gedankenwege lassen sich auch in der buddhistischen Weltanschauung wiederfinden, sodass man durchaus sagen kann, dass man mit dem Wabi-Sabi-Trend ein Hauch von Buddhismus in die eigenen vier Wände bringt.

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Hinfort mit dir – du scheußliche Perfektion

In der heutigen Zeit wird man ständig mit dem Thema „Perfektion“ konfrontiert, sei es nundurch Fernsehen, Social-Media oder auch abseits der pixeligen Einflüsse. Es scheint fast so, als ob eine Wohnungseinrichtung erst dann als abgeschlossen gilt, wenn alles in perfekter Manier drapiert wurde. Schönheitsideale nehmen immer drastischere Züge an, sodass viele sich dieser riesigen Erwartungshaltung nicht mehr gewachsen fühlen.

An dieser Stelle kommt der Wabi-Sabi-Trend ins Spiel und hält dieser immer schneller voranschreitenden Entwicklung gnadenlos ein Stoppschild vor die Nase. Dem Wabi-Sabi-Wohntrend ist es egal, wenn auf dem abgelebten Holztisch in der Küche eine uralte Tischdecke ausliegt, die obendrein noch diverse Flecken der letzten Jahrzehnte aufweist. Genauso ist es ihm egal, wenn beim Besteckset bereits 2 Gabeln fehlen und die übriggebliebenen tiefe Nutzungsspuren haben. Entscheidet man sich für die Realisierung des Wabi-Sabi-Wohntrends, dann sagt man im selben Atemzug auch „ja“, zu all diesenmöglichen Makeln und Fehlern. Man erkennt, dass genau dieses Unperfekte und Unschöne das gesamte wiederum perfekt und unkompliziert macht. Es entsteht schlussendlich eine Atmosphäre, in der man sich endlich fallen lassen kann.

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