Das nachhaltige Wohnen hat sich in den letzten Jahren zu einem umweltbewussten Trend entwickelt. Der grüne Fußabdruck legt einen zukunftsfähigen Grundstein für die nachfolgenden Generationen. Mit einfachen Tipps lässt sich das nachhaltige Wohnen in jedem Haushalt umsetzen.

Wiederverwendbare Alltagshelfer sparen Müll und schonen die Umwelt

Viele Alltagsgegenstände werden einmal verwendet, nur um anschließend im Müll zu landen. Doch Gebrauchsgegenstände wie Wattepads, Küchenpapier und Abschminktücher lassen sich durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen. So können Mikrofaser-Tücher beispielsweise gereinigt und wiederverwendet werden. Reformhäuser produzieren diese in großen Stückzahlen in fair gehandelter Bio-Qualität. Beim Einkaufen lässt sich die Plastik-Tüte durch einen praktischen Jutebeutel austauschen, der nicht viel kostet und leicht zu verstauen ist.

Mit biologisch abbaubaren Putzmitteln ökologisch putzen

Chemische Reinigungsmittel schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch dem gesundheitlichen Wohlbefinden der Menschen. Die hochchemischen Stoffe greifen die Schleimhäute an, infolgedessen sie Allergien oder Hautreizungen verursachen. Viele dieser Putzmittel – rund 150.000 Tonnen – landen jährlich im Abwasser. Es ist anzuraten, stattdessen selbst hergestellte biologisch abbaubare Reinigungsmittel zu verwenden. So lässt sich ein Universalreiniger beispielsweise aus Natron, etwas Wasser und Kernseife anmischen. In der Küche eignet sich Kaffeesatz zum Schrubben von Töpfen, Pfannen und anderen Utensilien.

Zu einem „grünen“ Stromanbieter wechseln und im Alltag stromsparende Maßnahmen ergreifen

Viele innovative Stromanbieter gewinnen ihre Energie heutzutage durch leistungsstarke Photovoltaik-Anlagen, welche die Sonneneinstrahlung in verwendbare Energie umwandeln. Weiterhin gibt es sogenannte Offshore-Windparks, in denen Türme mit Turbinen dank der aufkommenden Windkraft Energie erzeugen. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, die Preise zu vergleichen und den richtigen Stromanbieter zu finden.

Nachhaltig Strom sparen bedeutet auch, im Alltag verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Eine davon ist der ausgeschaltete „Standby“-Modus. Nicht benötigte Geräte sollten nicht im „Standby“-Modus gehalten, sondern vom Stromnetzwerk getrennt werden. So lassen sich die unnötigen Kilowattstunden, die jährlich in deutschen Haushalten entstehen, effizient vermeiden. Auf diese Weise sparen Verbraucher beispielsweise bei fünf betriebenen Geräten bis zu 100 Euro im Jahr ein, wobei sie gleichzeitig 220 Kilogramm weniger CO2 produzieren.

Bedarfsorientiert heizen und duschen

Es ist eher davon abzuraten, die Wohnung im Herbst und Winter auf 24 Grad vorzuheizen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Erwachsene in kühlen Räumen zwischen 18 und 20 Grad am besten schlafen. Bereits bei einer Temperatur von 20 Grad sparen Verbraucher ein Viertel Heizenergie ein. In einem beheizten Einfamilienhaus bringt diese energiesparende Maßnahme eine Ersparnis von rund 115 Euro jährlich. Als nützlicher Helfer kann sich in diesem Zusammenhang ein Thermostat erweisen, denn es senkt die Raumtemperatur automatisch. Dank neuster Smart-Home Technik lässt sich das Gerät von unterwegs aus mit dem Smartphone bedienen.

Ähnlich kostensparend wie das bewusste Heizen verhält es sich mit dem Duschen. Zwar ist ein heißes Bad im Winter eine wohltuende Versuchung, doch erweist sich das Duschen auf lange Sicht energiefreundlicher. Der Wasserverbrauch beim Duschen liegt mit 30 bis 80 Liter weit unter dem Wasserverbrauch einer voll befüllten Badewanne (150 bis 200 Liter).

Nachhaltig einkaufen und essen

  • Ein neuer Trend zieht sich wie ein roter Faden durch die Social-Media-Kanäle. Die Rede ist von „Planning“, dem Essensplan erstellen. Es macht sich nicht nur für den Geldbeutel bezahlt, wöchentliche Essenpläne aufzustellen und auf dieser Basis bedarfsorientiert einzukaufen.
  • Um der Umwelt und den lokalen Händlern einen Gefallen zu tun, lohnt es sich, regional statt international einzukaufen. Je kürzer der Transportweg für die Lebensmittel ausfällt, desto besser ist dies für den ökologischen Fußabdruck. Sofern gelegentlich doch exotische Produkte auf den Tisch kommen, sollten diese ein „Fairtrade“ Siegel mitbringen.
  • Fleischliebhaber tun gut daran, ihren Fleischkonsum nach Möglichkeit zu reduzieren um den CO2 Ausstoß nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Die Produkte sollten unbedingt einer artgerechten Haltung entstammen.
  • Viele Menschen werfen übriggebliebenes Essen unachtsam weg. Aufgrund dessen landen jährlich mehr als 82 Kilo nicht-verdorbener Lebensmittel unnötigerweise in der Mülltonne, was ganze siebzehn Prozent aller Einkäufe ausmacht. Gemüse, Backwaren und Obst landen am häufigsten im Müll. Die Lösung besteht darin, bedarfsgerecht einzukaufen oder Food Sharing Anlaufstellen zu nutzen. Viele Lebensmittel sind länger haltbar als das Haltbarkeitsdatum suggeriert, sodass es sich lohnt, die Essbarkeit vor dem Wegwerfen zu überprüfen.

Geschmackvolle Second-Hand-Möbel statt Neuware kaufen

Gebrauchte Möbel sehen schön aus, gleichzeitig sind sie nachhaltiger als neue Produkte aus dem überlaufenen Möbelhaus. Weiterhin offerieren alte und gebrauchte Second-Hand-Möbel die Möglichkeit für selbstgemachte DIY-Gegenstände. So lassen sich alte Küchentische beispielsweise zersägen und ihre Bretter als Wandregal gebrauchen. Wer neue Möbel erwirbt, sollte auf deren Herkunft und die Herstellungsweise achten. Umweltbewusstes Wohnen bedeutet auch, auf das Tropenholz zu verzichten. Stattdessen sind die heimischen kontrolliert angebauten Hölzer wie Zirbe oder Eiche eine umweltschonende Investition für den nachhaltigen Wohnraum. Diese Hölzer wachsen nach, werden gemäß der europäischen Umweltstandards angebaut und tragen ein FSC-Siegel.

Tipp: Alte Möbel lassen sich unter Umständen auch dann, wenn sie marode sind, restaurieren und wiederverwenden. Zum einen ist die Restauration günstiger als der Erwerb eines neuen Möbelstücks, zum anderen der Umwelt zuträglich. Optisch aufwerten lassen sich die alten Möbelstücke durch den „Recycling“ Trend, bei dem Kreative beispielsweise eine ausgemusterte Tür zur Garderobe oder Obstkörbe zum Küchen-Hängeregal umfunktionieren.

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Bildquelle: fotolia – © Chinnapong

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