Noch auf Initiative des vorigen Bundesbauministerium und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bekommen die Kleinstädte jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit.

In Deutschland gibt es rund 2.100 Kleinstädte in denen 24 Millionen Menschen leben, rund ein Drittel der Bevölkerung.

Urbanität ist nicht allein den Großstädten zuschreiben, argumentieren die Verfechter dieser These. Wohn- und Lebensqualität sowie Bürger-Engagement und -beteiligung können sich mit den Großstädten messen, in denen das Leben für viele zu teuer geworden ist.

Um Kleinstädte als attraktive Alternative zum Wohnen, Leben und Arbeiten zu positionieren, müssen sie einen eigenen Weg einschlagen mit lebendigen, vitalen und attraktiven Räumen sowie einer hohen baukulturellen Qualität, zeigt die BBSR-Studie.

Traditionelle Aktivitäten und Engagement der Bewohner prägen die Kleinstädte stark. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass Bürger ihre Stadt in unterschiedlichen Rollen verändern: als Beteiligte, als Engagierte oder als Marktakteure. Sie sorgen schon mit punktuellen Eingriffen in viel höherem Maße als in Groß- und Mittelstädten für eine lebenswertere Stadt, da einzelne Veränderungen hier deutlicher wahrgenommen werden.

Weniger Dienstleister und eine weniger stark ausdifferenzierte Verwaltung in Kleinstädten führen zu mehr Selbsthilfe und Selbstsorge. Nicht alle Städte finden Antworten auf drängende Fragen oder auf die Herausforderungen des demografischen Wandels. Sie müssen sich dem Prozess der Schrumpfung stellen.

In einem neuen internationalen Projekt, das von der EU-Kommission ab Oktober für vier Jahre mit 3,3 Millionen Euro gefördert wird, untersuchen Forscherteams aus Europa, den USA, Mexiko und Japan interdisziplinär, wie die Lebensqualität in schrumpfenden Städten verbessert werden kann.

Quelle: Ownersclub (sw)

Bildquelle: Kleinstaedte_city-3378773_640_pixabay

 

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