Energieeffizienzklassen kennt jeder von uns namentlich, doch nur die wenigsten gehen diesem Begriff genauer auf die Spur und schauen, was eigentlich dahinter steckt. Meist stößt man spätestens während der Wohnungs- oder Häusersuche auf dieses Schlagwort. Nach einer kurzen Momentaufnahme des Verinnerlichens, wird diese Info meist aus dem Kurzzeitgedächtnis hinausgeschubst und man erfreut sich lieber an den Räumlichkeiten des angestrebten neuen Wohnglücks. Viel zu groß ist die Vorfreude einfach, als dass man eine Vertragsunterzeichnung von der Energieeffizienzklasse abhängig machen würde. Sind doch sowieso alles nur Zahlen. Im Geldbeutel sind die Unterschiede zwischen A+ und H doch ohnehin kaum spürbar. Oder etwa doch? Wir zeigen Ihnen, ob die Unterscheidung der Klassen eine höhere Aufmerksamkeit genießen sollte und lesen zwischen den Zeilen.

Die Unterteilung der Gebäudestandards

Schon im Jahr 1977 hat der Gesetzgeber in punkto übergreifende Gebäudestandards einen wichtigen Schritt unternommen. Durch die 1977 verabschiedete 1. Wärmeschutzverordnung, wurde der maximale Wärmedurchgangskoeffizient bei Bauteilen begrenzt und damit im selben Atemzug auch die von der Gebäudehülle ausgehenden Wärmeverluste. Die im Jahr 2002 stattgefundene Zusammenführung aus Wärmeschutz- und Heizungsanlagenverordnung, sorgte für ein ineinandergreifendes System. Wurde die energetische Bauteilqualität vorher strikt von der Anlagentechnik eines Gebäudes getrennt, da liefen diese beiden Punkte von diesem Zeitpunkt an Hand in Hand.

In der heutigen Zeit angekommen, ist es vor allem die Energiesparverordnung 2014, auch kurz EnEV 2014 betitelt, die die energetische Qualität, sowohl von Alt- und Neubauten regelt. So, wie man es auch bereits von Haushaltsgeräten kennt, wird in Energieklassen unterteilt, um Gebäude dahingehend besser und leichter miteinander vergleichen zu können. Während einer Wohnungs- oder Hausbegehung, können Miet- oder Kaufinteressierte sich anhand der Energieeffizienzklassen zudem einen schnellen Eindruck über die Sachlage verschaffen. Selbst Laien können somit ableiten, in welcher Liga sich das jeweilige Wohnobjekt befindet.

Die Effizienzklassen auf einen Blick

Da jeder Kauf- und Mietinteressierte während der Wohnobjektbesichtigung das Anrecht darauf hat, ungefragt einen Einblick in den Energieausweis zu erhalten, ist es dementsprechend wichtig, die dort zur Schau gestellten Informationen gut verstehen zu können.

Die Sortierung erfolgt alphabetisch. Je weiter vorne der Buchstabe sich im Alphabet befindet, desto energiesparender geht später das Wohnen vonstatten. Während man bei A+ somit von einem absoluten Spitzenwert spricht, weiß man bei der Klasse H sofort, dass starke energetische Defizite vorhanden sind.

Daraus lässt sich schlussfolgernd ableiten, mit welchem Verbrauch man in etwa zu rechnen hat. Die Klassen A+, A und B entsprechen einem äußerst zeitgemäßen und hochmodernen Standard. Ergebnisse wie diese, lassen sich oft bei Neubauten erkennen. Grob lässt sich bei dieser Energieeffizienzklasse zusammenfassen, dass die jährlichen Energiekosten pro

Quadratmeter bei lediglich 2 – 3 Euro liegen. Die Klassen F bis H ordnen sich dem schlechten Wert entsprechend bereits bei 9 bis 13 Euro oder schlimmer ein. Die Unterschiede bei der monatlichen Abschlagszahlung bzw. Jahresendabrechnung können teils enorm sein.

Wie kommen die schlechten Effizienzklassen zustande?

Falls Sie sich für den Einzug in ein Wohnobjekt interessieren, welches eine schlechte Energieeffizienzklasse aufweist, dann fragen Sie sich mit Sicherheit, wie dieser Wert überhaupt zustande kommt. In der Regel sind es eher ältere Gebäude, die sich in diesem Bereich bewegen. Die Technik ist auf einem alten Stand und dementsprechend schnell kann das Innere auskühlen. Ganz egal, ob es dabei um die Dämmung an der Hausfassade geht oder um die mangelhafte Qualität der Fenster – die Wärmeisolation entspricht bei derartigen Objekten dem Gesamtalter des Baus und kann mit heutigen Herangehensweisen nicht mehr mithalten.

Mit energetischen Sanierungsmaßnahmen haben jedoch auch solche Gebäude noch die Chance einen guten Wert zu erreichen. Die zuvor angesprochene Region „A+ bis B“, ist im Normalfall zwar nicht umsetzbar, mit der Unterbringung einer besseren Heizung und der zeitgleichen Integrierung einer Solarthermieanlage, kann aus der „Effizienzklassen- Katastrophe“ jedoch ein solider C-Wert werden.

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