Digitale Heiztechnik spart Energie und erhöht den Bedienkomfort. Außerdem können sich Verbraucher künftig mit vernetzter Haustechnik umweltfreundlich und unabhängiger mit Energie versorgen.

Das Thema Digitalisierung ist längst auch in der Heizungsbranche angekommen. Wer heute eine neue Heizung kauft, kann diese per Smartphone oder Tablet steuern. Auch bestehende Heizgeräte lassen sich meist problemlos mit einer digitalen Schnittstelle nachrüsten. In Zukunft wird dem Einsatz digitaler Technologien im Eigenheim eine noch größere Bedeutung zukommen. Das wurde auch auf der diesjährigen Weltleitmesse ISH – Wasser, Wärme, Klima – deutlich, die Anfang des Jahres stattfand.

Smarte Heizung spart Energie 

Die eigene Immobilie mit digitaler Technik zu optimieren, senkt den Energieverbrauch und spart daher Geld. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die Heizungsanlage nur so viel Wärme bereitstellt, wie tatsächlich benötigt wird. Digital gesteuerte Heizungen erkennen beispielsweise, wenn die Bewohner das Haus verlassen, und regulieren die Wärmeversorgung entsprechend. Je nach Modell lesen Heizgeräte auch aktuelle Wetterdaten und Prognosen aus und passen ihre Leistung daran an. “Der nachträgliche Einbau digitaler Technik in eine bestehende Anlage spart bis zu 15 Prozent Energie”, so die Experten. Beim Austausch einer alten Heizung liegen die Einsparpotenziale bei bis zu 30 Prozent. Mit einer digitalen Steuerung wird der Betrieb der Anlage weiter optimiert. Neben dem Einspareffekt bringt die digitale Technik für Verbraucher mehr Komfort: Statt in den Keller gehen zu müssen, können sie die Heizung bequem von unterwegs oder auf dem Sofa per App einstellen. Auch leitet die Heizung selbstständig Wartungsbedarf oder mögliche Störungen an den zuständigen Fachbetrieb weiter. 

Vernetzte Heiztechnik für mehr Unabhängigkeit 

Digitale Technik kann aber noch mehr: Über WLAN lassen sich alle Komponenten im Haus, die Energie erzeugen oder verbrauchen, miteinander vernetzen – von der Wärmepumpenheizung samt Photovoltaikanlage über die Waschmaschine bis hin zum E-Auto. Ein Home Energy Management System (HEMS) regelt das Zusammenspiel der Geräte: Ist zum Beispiel gerade viel Sonnenenergie vorhanden, wird die Wärmepumpe mit Strom aus der Solaranlage in Gang gesetzt. Besteht aktuell kein Bedarf für die so erzeugte Wärme, kann sie auf Vorrat gespeichert werden. Auf diese Weise können Hausbesitzer kostensparend und umweltfreundlich Energie erzeugen und sich zugleich unabhängiger von Strom- oder Brennstofflieferanten machen. Für die Vernetzung nutzen Hersteller moderne Verschlüsselungstechnologien, um sensible Daten zu schützen. Die Technik kann im Neubau, aber auch in bestehenden Gebäuden ohne aufwendige Baumaßnahmen installiert werden.

Quelle: VdZ – Intelligent-heizen.info (sw)

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