Welche Dachform für ein Haus gewählt wird ist nicht immer nur Geschmackssache. Für viele Dachformen gibt es spezifische Gründe.

Das Flachdach

Die sicherlich einfachste Dachform – „Deckel drauf“ – doch so einfach ist es nicht. Denn während beim schrägen Dach das Regenwasser einfach abfließen kann, sammelt es sich auf dem Flachdach. Ganz flach ist das Flachdach deshalb nicht, es hat einen Neigungswinkel von mindestens 3 Grad. So bleibt das Wasser eben nicht auf dem Dach stehen und kann abfließen. Beim Bau ist größte Sorgfalt geboten, vor allem im Hinblick auf die Dachabdichtung.

Vorteil des Flachdaches ist, dass Dachschrägen vermieden werden und wertvoller Wohnraum gewonnen werden kann. Gerade bei kleinen Grundstücken kann das Dach als Terrasse oder urbaner Garten genutzt werden.

Das Pultdach

Hat ein flaches Dach einen Neigungswinkel von mehr als 10 Grad spricht man von einem Pultdach. Beim Pultdach handelt es sich um die einfachste Steildachform. Diese Dachform eignet sich besonders gut für Solar- und Photovoltaikanlagen, da sie eine große Dachfläche zu bieten hat, die sich optimal zur Sonne ausrichten lässt.

Das Satteldach

Hierbei handelt sich es um die am weitesten verbreitete Dachform – auch Giebeldach genannt. Es besteht aus zwei Dachflächen die oben am Dachfirst aufeinandertreffen.

Grund für das häufige Vorkommen dieser Dachform ist der einfache Aufbau des Dachstuhls und damit auch der Dachflächen. Aufwändige Details entfallen und der Zeitaufwand für das Aufschlagen des Daches ist gering. Durch den Dachüberstand ist das darunterliegende Mauerwerk gut geschützt.

Bildquelle: fotolia – Dacharten © kiono

 

Das Walmdach oder Zeltdach

Sowohl beim Walmdach als auch beim Zeitdach gibt es auf allen vier Gebäudeseiten eine schräge Dachfläche. Während das Zeltdach nur auf einem quadratischen Grundriss errichtet werden kann, ist beim Walmdach der Grundriss variabel. Diese Dachform ist aufwändiger zu errichten und daher teurer, sie verleiht dem Haus ein hochwertiges Aussehen. Diese Dachform wird in der Regel durch repräsentative Dachgauben nochmals aufgewertet.

Das Krüppelwalmdach

Diese Variante verändert gegenüber dem Walmdach die Form an der Spitze des Daches. Der Giebel ist trapezförmig gestaltet. Hierdurch ergibt sich eine ganz besondere Optik. Gleichzeitig wird der Giebel besser vor Witterungseinflüssen geschützt.

Das Mansarddach

Beim Mansarddach sind die Dachflächen im unteren Bereich abgeknickt. Durch diese Dachform werden die Schrägen kürzer, es entsteht mehr Wohnraum und bessere Stellmöglichkeiten für Möbel. Baurechtlich kann so aus einem Dachgeschoss ein Vollgeschoss werden, denn die meisten Bauordnungen sprechen von einem Vollgeschoss sobald zwei Drittel der Fläche über eine bestimmte Höhe verfügen.

Wie soll man sich als Bauherr nun entscheiden? Sicherlich muss das Dach gefallen, doch je nach geografischer Lage kann eine bestimmte Dachform sinnvoller sein als eine andere. In regenreichen oder schneereichen Gebieten sollte man sich eher gegen ein Flachdach entscheiden. Auch der Preis sollte nicht außer Acht gelassen werden. In manchen Fällen ist die Auswahl auch durch den Bebauungsplan bzw. die Bauordnung eingeschränkt, denn nicht alle Dachformen dürfen in allen Gebieten gebaut werden.

Quelle: Ownersclub (sw)

Bildquelle: fotolia © Ursula Page

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